Weißbeerige Mistel
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NOM. LAT. FAMILIE GEBRAUCH
BES. STOFFE
WIRKUNG BEIM RÄUCHERN |
Viscum album
Santalaceae
Tee, Tinktur, Essenz, Räucherung, Umschläge
Lektine ( Mistellektine I-III), Viscotoxine, Flavonoide, Bitterstoffe, Histamin, Saponine, Schleimstoffe, Zink.
Das Räuchern mit der Mistel ist im alten Brauchtum tief verwurzelt. Sie ist in der Lage, dunkle in helle Energien umzuwandeln, hilft uns mit dem eigenen Unterbewusstsein in Kontakt zu treten und Träume besser deuten zu können. In Zeiten des Übergangs, wie zu den Sonnwenden oder den Rauhnächten, dient sie uns als Schutz. Sie ist die Verbindung zwischen den Welten, welche Neuanfänge, Heilung und Transformation unterstützt. |
Altes Wissen
M-ist-el – Materie ist Gott und Gott ist Materie.
Schmarotzerpflanze oder Heilende? Es kommt auf die Sicht der Dinge an. Druiden besuchten sie um sie mit ihren goldenen Sicheln zu ernten und Zaubertränke daraus zuzubereiten. Die Germanen sprachen die Mistel mit “Guidhel”, als Führer zur Göttin Hel an. Auch als “Heil aller Schäden”, wurde sie bezeichnet.
Die Laub-Mistel wurde eher bei Frauen, die Eichen-Mistel eher bei Männern angewandt.
In der Volksheilkunde wurde sie bei Epilepsie, Keuchhusten, Asthma, Schwindelanfällen, Amenorrhö, Durchfällen, Chorea, Hysterie und Nervosität benutzt. In der anthroposophisch orientierten Medizin werden Mistelpräparate bei gut- und bösartigen Geschwulsterkrankngen, bei gut- und bösartigen Erkrankungen und begleitenden Störungen der blutbildenden Organe, zur Anregung der Knochenmarksfunktion, zur Vorbeugung gegen Tumorrezidive, bei definierten Präcancerosen sowie chronischen Erkrankungen wie Morbus Crohn und chronischen Gelenkentzündungen verwendet.
Für Vögel ist sie im Winter willkommene Beigabe zum Futter, aber ohne Beeren, dieser ist auch als Vogelleim bekannt.
(†) - † = Dosis ( baccae ) mögliche Reaktionen: Schüttelfrost, hohes Fieber, Kopfschmerzen, orthostatische Kreislaufstörungen, allergische Reaktionen ( → Misteleiweiß );
Unsere Angaben beziehen sich auf traditionelles Wissen, welches über Jahrhunderte zusammengetragen und weitergegeben wurde. Sie ersetzen aber keinen Arzt oder Apotheker. Bei Beschwerden oder Zweifel an der Verträglichkeit bestimmter Pflanzen, konsultiere bitte immer vorab einen Arzt.

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