Gelber Steinklee
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NOM. LAT. FAMILIE GEBRAUCH BES. STOFFE
WIRKUNG BEIM RÄUCHERN |
Melilotus officinalis
Fabaceae
Tee, Tinktur, Essenz, Ölauszug, Räucherung
Cumarin und -derivate, Flavonoide, Gerb- und Schleimstoffe, Saponine.
In vielen Gebieten Österreichs ist es Brauch, Steinklee zusammen mit anderen Kräutern wie Beifuß und Baldrian zu verräuchern. Dies soll die Tiere beschützen, Haus und Hof von Dämonen befreien und neues Glück heraufbeschwören. Die Germanen veräucherten ihn an Ostara. Der Steinklee bringt uns tiefe Entspannung, inneren Frieden und geistige Klarheit, er hilft uns bei mentaler Erschöpfung, fördert das Loslassen und besänftigt unsere Nerven. Er wird auch gerne bei Zeremonien verwendet, da er eine friedvolle Atmosphäre schafft und den Geist anregt. In der Räucherkunde gilt der Rauch als reinigend, er neutralisiert Spannungen und negative Energien in Räumen
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Altes Wissen
Der gelbe Steinklee, auch Honigklee genannt, galt bei den Kelten als magisches Zauberkraut und war bei den Druiden sehr geschätzt. Wenn man ihn einem auf Reisen gehenden in die Schuhe steckte, sollte dieser gut beschützt sein. Seine Wurzel, als Amulett verarbeitet, sollte vor Schwäche bewahren.
Er zeichnet sich besonders durch seinen hohen Gehalt an Cumarin aus, das beim Trocknen den typischen Heu- bzw. Vanilleduft freisetzt. Dazu gehört auch Melilotosid (die Vorstufe des Cumarins) sowie Melilotin und Melilotsäure. Ihnen sagt man eine krampflösende Wirkung zu und sie sollen den venösen Abfluss unterstützen. Die Flavonoide (sekundäre Pflanzenstoffe wie Luteolin, Quercetin und Robinin) sollen stark antioxidativ sein und die Gefäßwände schützen, die enthaltenen Saponine sollen stark abschwellen und die Gerb- und Schleimstoffe, wie zBsp. die Kaffeesäure soll die Wundheilung unterstützen, eine adstringierende (zusammenziehende) Wirkung besitzen und die Schleimhäute schützen. Diese Inhaltsstoffe machten ihn in der traditionellen Volksheilkunde sehr beliebt bei chronischer Venenschwäche, Krampfadern, Lymphstau und geschwollenen, müden Beinen.
Auch wurde er früher äußerlich bei Prellungen, Verstauchungen und oberflächlichen Blutergüssen als Umschlag verwendet. Im alten Brauchtum wurde er traditionell auch in Form von Tee bei leichten Entzündungen der Atemwege verwendet. Man sagt dem Steinklee auch gefäßerweiternde, entzündungshemmende und lymphanregende Eigenschaften zu.
Der weiße Steinklee (Melilotus albus) wird hingegen in der klassischen Pflanzenheilkunde nicht, oder "nur" für Räucherungen verwendet, da seine Inhaltsstoffe leicht abweichen und weniger erforscht sind.
Steinklee sollte nicht angewendet werden, wenn man unter Blutgerinnungstörungen leidet oder blutverdünnende Medikamente einnimmt. Auch bei Lebererkrankungen oder während der Schwangerschaft wird vom Gebrauch abgeraten. Die Nutzung in der Volkstierheilkunde erfordert extremes Fachwissen.
Unsere Angaben beziehen sich auf traditionelles Wissen, welches über Jahrhunderte zusammengetragen und weitergegeben wurde. Sie ersetzen aber keinen Arzt oder Apotheker. Bei Beschwerden oder Zweifel an der Verträglichkeit bestimmter Pflanzen, konsultiere bitte immer vorab einen Arzt.

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