Brombeere
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NOM. LAT. FAMILIE GEBRAUCH BES. STOFFE
WIRKUNG BEIM RÄUCHERN |
Rubus fruticosus
Rosaceae
Tee, Tinktur, Essenz, Ölauszug, Räucherung
Anthocyane (sekundäre Pflanzenstoffe), Vitamine und Mineralstoffe, Pektine und Gerbstoffe (speziell in den Blättern).
Das Räuchern der Blätter und Wurzel bildet einen geistigen Schutzwall, harmonisiert und schenkt Ruhe und inneren Ausgleich, stärkt und kräftigt aber gleichzeitig und löst so Spannungen und innerliche Verkrampfung. Sie hilft uns in unruhigen Zeiten, vertreibt negative Energien und fokussiert unseren Geist. |
Altes Wissen
In alten Mythen und der europäischen Folklore galt die echte Brombeere als mächtige Schwellenpflanze der menschlichen und der spirituellen Welt. Wegen ihrer dornigen, undurchdringlichen Ranken war sie tief im Volksglauben ,der keltischen Tradition und der griechischen Mythologie verwurzelt.
Der dunkle, tiefrote Saft der Beeren wurde von den alten Griechen als das vergossene Blut der Titanen gedeutet, das bei ihrem epischen Kampf gegen die Götter auf die Erde tropfte.
In der keltischen und britischen Volksmedizin wurden Krankheiten -insbesondere Keuchhusten bei Kindern- durch sogenannte "Brombeer-Bögen" behandelt. Hierfür mussten die Patienten in den frühen Morgenstunden durch eine natürlich an den Enden verwurzelte Ranke kriechen, um die Krankheit symbolisch auf die Pflanze zu übertragen.
Auf der Isle of Man in Irland war es ein ungeschriebenes Gesetz, die allerersten Brombeeren der Saison nicht selbst zu pflücken. Sie wurden den Wald- und Feenwesen überlassen, um diese friedlich zu stimmen und den Rest der Ernte zu schützen.
Im Volksglauben war die stachelige Pflanze eng mit dunklen Mächten verknüpft. Man erzählte sich, dass die Hexen des Waldes die wilden Brombeergebüsche als Nachtlager nutzten. Paradoxerweise wurden die undurchdringlichen Dornen mancherorts auch als natürlicher Schutz vor bösen Geistern, Hexen oder streunendem Vieh vor den Fenstern gepflanzt.
Die Nutzung der Brombeere reicht lange zurück. Schon unsere Vorfahren verwendeten die Wurzeln, Rinde und Blätter intensiv vor allem zur Behandlung von Durchfallerkrankungen, Wunden und Zahnfleischentzündungen.
Die Anthocyane sollen als starkes Antioxidans wirken, ihnen wird auch eine entzündungshemmende Eigenschaft nachgesagt. Die Beeren enthalten Vitamin C, E und eine der höchsten Konzentrationen an Provitamin A unter allen Beerenfrüchten. Auch Mineralstoffe wie Kalzium, Magnesium, Kalium und Eisen machen die Brombeere in der traditionellen Volksheilkunde zu einem heimischen Superfood. Die speziell in den Blättern vorhandenen Gerbstoffe (es heißt bis zu 14%) sollen zudem adstringierend wirken.
Fermentierte Blätter dienten früher als Ersatz für schwarzen Tee.
In der Volkstierheilkunde werden vor allem die Blätter der Brombeere geschätzt. Ihre enthaltenen Gerbstoffe sollen stark zusammenziehend, entzündungshemmend und keimtötend wirken, weshalb man sie traditionell bei Magen-Darm-Beschwerden und äußerlich zur Wundheilung einsetzt.
Unsere Angaben beziehen sich auf traditionelles Wissen, welches über Jahrhunderte zusammengetragen und weitergegeben wurde. Sie ersetzen aber keinen Arzt oder Apotheker. Bei Beschwerden oder Zweifel an der Verträglichkeit bestimmter Pflanzen, konsultiere bitte immer vorab einen Arzt.

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