Wasserdost
|
NOM. LAT. FAMILIE GEBRAUCH
BES. STOFFE
WIRKUNG BEIM RÄUCHERN |
Eupatorium cannabinum
Asteraceae
Tinktur, Tee, Räucherwerk
Polysaccharide, Bitterstoffe, Glykoside, ätherisches Öl, Flavonoide wie Eupatorin, Pyrrolizidinalkaloide, Harze und Triterpene |
Altes Wissen
Der Gewöhnliche Wasserdost, auch Wasserhanf oder Kunigundenkraut genannt, zeichnet sich durch eine Vielzahl an biologisch aktiven Inhaltsstoffen aus.
So wurde er auch bereits in der Volksheilkunde und traditionellen Kräuterkunde von der Antike bis ins Mittelalter gern genutzt. Die Anwendungen waren vielseitig und der Wasserdost wurde so für Erkältungen und Fieber, Leber und Galle, zur Wundheilung und zur Behandlung von Geschwüren, Wunden und Hautausschlägen verwendet. Auch sagte man im schmerzlindernde und blutreinigende Eigenschaften zu, man schätzte ihn als "Knochenheil" und wandte ihn bei Gicht und Rheuma an.
In der Tiermedizin wird Wasserdost ( insbesondere das Kraut ) bei Hunden als pflanzliches Ergänzungsfuttermittel eingesetzt. Es dient in erster Linie zur Unterstützung des Immunsystems sowie zur Förderung der Nieren- und Blasengesundheit. Auch für Katzen und Pferde gibt es solche Ergänzungsfuttermittel, eine Gabe sollte aber vorab abgeklärt werden.
Die moderne Phytotherapie warnt heute vor der Selbstmedikation mit rohem Wasserdostkraut. Die Pflanze enthält sogenannte Pyrrolizidinalkaloide, die bei hoher Dosierung in der Leber toxisch wirken und bei dauerhaftem Gebrauch Leberschäden verursachen können.
Unsere Angaben beziehen sich auf traditionelles Wissen, welches über Jahrhunderte zusammengetragen und weitergegeben wurde. Sie ersetzen aber keinen Arzt oder Apotheker. Bei Beschwerden oder Zweifel an der Verträglichkeit bestimmter Pflanzen, konsultiere bitte immer vorab einen Arzt.
