Waldmeister
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NOM. LAT. FAMILIE GEBRAUCH BES. STOFFE
WIRKUNG BEIM RÄUCHERN |
Galium odoratum
Rubiaceae
Tee, Tinktur, Essenz, Ölauszug, Räucherung
Cumarin, Iridoide (zBsp. Asperulosid), Gerbstoffe, Flavonoide, Bitterstoffe |
Altes Wissen
Der Waldmeister ist ein Frühlingsbote, der schattige Wälder liebt und besonders durch seinen süßen, heuartigen Duft (Cumarin) bekannt ist.
Er wird traditionell für die Maibowle verwendet, gilt in der Volksmedizin als krampflösend und galt im alten Volksglauben als magische Schutzpflanze gegen böse Geister.
In Maßen verwendet soll der Waldmeister beruhigend und schmerzlindernd wirken, die Iridoide (sekundäre Pflanzenstoffe) sollen entzündungshemmende Eigenschaften haben, die Gerbstoffe sollen zusammenziehende Wirkungen besitzen und wie die Bitterstoffe die Verdauung anregen. Er wurde traditionell auch bei leichten Schlafstörungen getrocknet unters Kissen gelegt oder gegen Motten im Kleiderschrank aufgehängt.
In der Volkstierheilkunde wurde der Waldmeister vor allem als verdauungsförderndes, beruhigendes und entzündungshemmendes Mittel geschätzt. Die Anwendung bei Tieren erfordert jedoch Vorsicht, vor allem Katzen reagieren besonders empfindlich auf Cumarin.
Unsere Angaben beziehen sich auf traditionelles Wissen, welches über Jahrhunderte zusammengetragen und weitergegebn wurde. Sie ersetzen aber keinen Arzt oder Apotheker. Bei Beschwerden oder Zweifel an der Verträglichkeit bestimmter Pflanzen, konsultiere bitte immer vorab einen Arzt.

