Wacholder
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NOM. LAT. FAMILIE GEBRAUCH
BES. STOFFE
WIRKUNG BEIM RÄUCHERN |
Juniperus communis
Cupressaceae
Tee, Tinktur, Essenz, Öl, Bäder, Umschläge, Räucherung, Nahrung
Wacholderbeeren enthalten etwa 30% Invertzucker, Harze, Gerbstoffe, Flavonoide, sowie als Hauptinhaltsstoff 0,2 bis 2 % ätherisches Öl, Oleum Juniperi, dessen wichtigste Inhaltsstoffe Terpineol, Pinen, Cadinen und Camphen sind. Ausserdem: Vitamin C und mehrfach ungesättigte Fettsäuren |
Altes Wissen
Wacholder wurde im Mittelalter häufig in der Heilkunde verwendet. Man nahm ihn bei Husten, dem Biss giftiger Tiere, Wassersucht, bei Ohnmacht, Zahnschmerzen, sogar gegen die Pest wurde er eingesetzt.
Auch heute sagt man ihm nach antibakteriell, blutbildend, blutreinigend, harntreibend, schleimlösend, schmerzlindernd, schweißtreibend, tonisierend, Stoffwechsel anregend, magenstärkend, antimikrobiell, antiviral, anregend, stärkend und hautheilend wirken zu können.
Wacholder ist giftig für Hasen und Kaninchen, Hamster und Meerschweinchen. Es kommt zu Magen- und Darmbeschwerden, möglicherweise auch zur Nierenschädigung.
(†)= Dosis; Nicht während der Schwangerschaft anwenden und bei entzündlichen Erkrankungen der Nieren.
Eine Überdosierung oder längere Anwendung kann zu Nierenschäden führen. Ein Veilchengeruch des Harns deutet auf eine Überdosierung hin.
Unsere Angaben beziehen sich auf traditionelles Wissen, welches über Jahrhunderte zusammengetragen und weitergegebn wurde. Sie ersetzen aber keinen Arzt oder Apotheker. Bei Beschwerden oder Zweifel an der Verträglichkeit bestimmter Pflanzen, konsultiere bitte immer vorab einen Arzt.
