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Mädesüß


 

NOM. LAT.


FAMILIE


GEBRAUCH


 

 

BES. STOFFE


 

 

 

WIRKUNG BEIM RÄUCHERN


 

Filipendula ulmaria

 

Rosaceae

 

Tee, Tinktur, Umschläge, Essenz, Räucherwerk, Öl

 

 

Salicylsäurederivate, Flavonoide, Gerbstoffe, ätherische Öle, Glykoside, Heliotropin

 

 

 

 

Das Räuchern von Mädesüß, auch Wiesenkönigin genannt, wirkt beruhigend, klärend und stimmungsaufhellend. Es besänftigt erhitzte Gemüter nach Streitigkeiten und fördert Herzenswärme, schafft einen behüteten Raum, baut negative Energien ab und unterstützt das Loslassen von Altem und das Öffnen für neue Lebensphasen. Im alten Brauchtum wurde es für Reinigungsrituale verwendet. Es entspannt, vertreibt Ängste und nervöse Unruhe. 

 

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Altes Wissen

Mädesüß war, neben Eisenkraut und Wasserminze, eine der drei heiligsten Pflanzen der Kelten. Viel ist darüber nicht mehr bekannt, da die Kelten nichts aufzeichneten und wir so auf Berichte Dritter, nämlich der Römer, angewiesen sind.

Traditionell wurde Mädesüß über die Jahrhunderte als Streukraut für den Boden verwendet, um den Raum zu aromatisieren und gleichzeitig mit seinem Duft auch (Krankheits) Dämonen, die stark riechende Pflanzen verabscheuen, fernzuhalten. Die Blätter wurden früher beispielsweise auch dem Met beigegeben um diesen zu aromatisieren.

Die möglichen Wirkungen werden folgendermaßen beschrieben:
schmerzstillend, krampflösend, leberunterstützend, harntreibend, schweißtreibend, zusammenziehend, entgiftend, blutreinigend, herzstärkend, antirheumatisch, entzündungshemmend, narbenheilend, löst Verhärtungen auf.

Mädesüß kann als Feuerlöscher der Natur bezeichnet werden und wird daher auch heute noch gerne bei allen entzündlichen, heißen Prozessen zur Kühlung und Heilung eingesetzt. Es soll außerdem bei "schädlichen Säuren" im Blut helfen, seine Gerinnung verzögern und die Fließfähigkeit des Blutes und der Lymphe unterstützen. So wird das Mädesüß auch gern bei Minderdurchblutung in Hirn, Herz, den Gliedern oder gar bei Raucherbein eingesetzt. Noch dazu soll es ein ausgezeichnetes Mittel bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren sein, da es eine Überproduktion von Magensäure verhindern und gleichzeitig helfen soll, die Magen- und Darmschleimhäute zu regenerieren und die Geschwüre auszuheilen.

Mädesüß wird in der Tiermedizin vor allem bei Pferden und Hunden wegen ihrer entzündungshemmenden, schmerzlindernden und fiebersenkenden Eigenschaften zur Unterstützung bei Arthrose, Rheuma und Erkältungen eingesetzt. Bei Katzen ist absolute Vorsicht geboten. Katzen können bestimmte Wirkstoffe ( wie auch Salicylate) nur sehr schlecht abbauen, weshalb Mädesüß bei ihnen zu Vergiftungen führen kann.

 Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegenüber Salicylate, bei Asthmatikern, bei Säuglingen und Kleinkindern, während der Schwangerschaft und Stillzeit. Generell können, durch den Salicylatgehalt, bei Anwendungen in höheren Dosen und über längere Zeit Magen- und Darmbeschwerden auftreten.

Unsere Angaben beziehen sich auf traditionelles Wissen, welches über Jahrhunderte zusammengetragen und weitergegeben wurde. Sie ersetzen aber keinen Arzt oder Apotheker. Bei Beschwerden oder Zweifel an der Verträglichkeit bestimmter Pflanzen, konsultiere bitte immer vorab einen Arzt.