Lavendel
|
NOM. LAT. FAMILIE GEBRAUCH
BES. STOFFE
WIRKUNG BEIM RÄUCHERN |
Lavandula angustifolia
Lamiaceae
Tee, Tinktur, Essenz, Ölauszug, Räucherung, Likör, Balsam, Bäder
ätherisches Öl, Gerbstoff, Glykosid, Saponin |
Altes Wissen
Der "echte Lavendel" kam erst im Mittelalter in Gebrauch und wurde als Augenmittel und gegen Motten angewendet. Früher nutzte man alle Lavendelarten zur Ölgewinnung, das Öl wurde wurde dann als Spiköl bezeichnet. Erst im 16. Jahrhundert wurde Oleum Lavandulae destilliert. Es gibt ein überliefertes Rezept ohne eindeutige Quelle. Bei Schlaganfällen wurde empfohlen 165 g Lavendel, 165 g Salbei, 165 g Betonienblätter, 165 g Rosmarin, 110 g Melissenblätter und 110 g Meisterwurz zu mischen und diese in Weißwein anzusetzen.
Getrocknete Lavendelblüten enthalten etwa 12% Gerbstoff, sowie bis zu 3% ätherisches Öl (Oleum Lavendulae). Hauptbestandteile des Öls sind Linalylacetet und Linalool, auch Cumarin ist enthalten. Echtes Lavendelöl enthält wenig Kampfer.
Die Wirkweisen werden folgendermaßen beschrieben: beruhigend, desinfizierend, krampflösend, schlaffördernd, blähungstreibend durchblutungsfördernd, mottenvertreibend und flohabwehrend, ,
Bei Tieren nur in Maßen, oder am besten eine Hydrolat-Mischung verwenden. Allerdings erzielt Lavendel gute Erfolge bei der Zecken- und Flohabwehr.
Unsere Angaben beziehen sich auf traditionelles Wissen, welches über Jahrhunderte zusammengetragen und weitergegebn wurde. Sie ersetzen aber keinen Arzt oder Apotheker. Bei Beschwerden oder Zweifel an der Verträglichkeit bestimmter Pflanzen, konsultiere bitte immer vorab einen Arzt.
