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Große Brennnessel


 

NOM. LAT.


FAMILIE


GEBRAUCH


 

BES. STOFFE


 

 

 

WIRKUNG BEIM RÄUCHERN


 

Glechoma hederacea

 

Lamiaceae

 

Tee, Tinktur,  Essenz, Wein, Bäder, Nahrung, Kompressen,

 

ätherische Öle, Vitamin C, Bitterstoffe, Gerbstoffe, organische Säuren, Schleimstoffe,                     Mineralstoffe ( besonders viel Kalium )

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Altes Wissen

Die Pflanze genoss bei den Germanen ein hohes Ansehen. Ihr Name kommt von gund für Eiter und deutet darauf hin, dass sie unsere Vorfahren zur Wundversorgung von schlecht heilenden Wunden einsetzten.
Hildegard von Bingen verordnete Tee-Umschläge, wenn “die Ohren wie das Rauschen von Wasser tönen.” Ebenso wies sie auf die Heilwirkung bei Brust-, Lungen- und Hautleiden, Magenverstimmung, Galle-, Leber- und Nierenthematiken hin.

Als Ranke auf Rücken und Schenkel gelegt, soll die Gundelrebe die Geburt erleichtern;

Tabernaemontanus ( 16.Jhd. ) empfahl Gundelrebe zur Schärfung des Gehörs und wider das Zahnweh.
Der frische Saft der Pflanze in Ziegenmilch gesotten wurde als Mittel bei Lungen-TBC verwendet. Bergleute, wie auch die alten Maler, tranken Gundelrebentee in dem Wissen, dass er Schwermetalle, besonders Blei, aus dem Leib ausleiten kann.

Durch die Zusammensetzung der Inhalttoffe sagt man der Gundelrebe nach stoffwechselanregend, gift- und eiterausleitend, entzündungshemmend, wundheilend und nerven- und nierenstärkend zu sein. gerne wird sie deshalb auch gerne bei Frühjahrsreinigungskuren und zur Stoffwechselanregung verwendet.

 Im Mittelalter hieß es:
 “Kuh, ich geb dir Gundelreben, dass du mir die Milch wollst geben.” Für Pferde ist sie allerdings leicht giftig.          

Unsere Angaben beziehen sich auf traditionelles Wissen, welches über Jahrhunderte zusammengetragen und weitergegebn wurde. Sie ersetzen aber keinen Arzt oder Apotheker. Bei Beschwerden oder Zweifel an der Verträglichkeit bestimmter Pflanzen, konsultiere bitte immer vorab einen Arzt.